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Schnuppterkurs Holzrücken der IGZ Landesverband Niedersachsen in Kreiensen vom 24. bis 25. April 2010


    LV Niedersachsen
Zu einem Kurs über Grundlagen des Holzrückens mit Pferden hatte Karsten Wüstefeld, Inhaber des Forstwirtschaftsdienst mit Pferden in Kreiensen/Bruchhof, am letzten Aprilwochenende eingeladen. Vier Teilnehmer mit recht unterschiedlichen Vorkenntnissen im Bereich Pferde/Holzrücken konnten am Samstag und Sonntag bei bestem Frühlingswetter Einblicke in Theorie und Praxis des Holzrückens mit Kaltblutpferden sammeln.

Am Samstag standen zunächst die theoretischen Grundlagen der Pferdearbeit im Wald auf dem Lehrplan. Bei einem entspannten Frühstück - hierfür und auch für die weitere reichhaltige und leckere Verpflegung herzlichen Dank an Frau Wüstefeld - wurden die Themenbereiche Pferd/Waldarbeit/unternehmerische Vorraussetzungen der Pferdearbeit erörtert. Schon hier konnte vermittelt werden, dass entgegen dem Trend des Großmaschineneinsatzes (vor allem in den großen Forstverwaltungen) die bestandesschonende Pferdearbeit durchaus eine sinnvolle ökologische und ökonomische Alternative darstellen kann.

Der Samstagnachmittag wurde dann für die Vermittlung der praktischen Grundlagen genutzt. Der 6-jährige Rheinisch-deutsche Wallach Lukas, einer von dreien beim Forstwirtschaftsdienst Wüstefeld, diente als Anschauungsobjekt bei der Pferdepflege und dem Anlegen von Arbeitsgeschirr und Rückehilfsmitteln. Abschließend konnten dann nach Einweisung die grundlegenden Kommandos für die Rückearbeit in der Halle ausgiebig eingeübt werden. Hier sei dem hervorragend ausgebildeten und mit einer stoischen Ruhe ausgestatteten Lukas gedankt, der allen Teilnehmern sichere erste Schritte des Holzrückens gestattete.

Am Sonntag stand die praktische Arbeit im Wald auf dem Programm. Das in der Halle Erlernte konnte in einem von Karsten Wüstefeld vorbereiteten Schlag mit Lukas in die Praxis umgesetzt werden. Zwar waren die gerückten Sortimente und letztlich auch die Rückeleistung anfängergerecht, es zeigte sich aber schnell, dass die Waldarbeit mit Pferden eine körperliche und geistig anstrengende Tätigkeit ist, die entsprechende Konzentration und Fitness voraussetzt. Unterbrochen wurde der Arbeitstag vom wohlverdienten Mittagessen, das gemeinsam mit Lukas am Pferdehänger im Wald eingenommen wurde.

Fazit: eine rundherum gelungene Veranstaltung, die Appetit auf mehr zum Thema Holzrücken geweckt hat, aber auch gezeigt hat, dass für den ernsthaften Einsatz im Wald weitere Ausbildung und Übung erforderlich ist. Abschließend nochmals herzlichen Dank an die Familie Wüstefeld und Lukas von den Teilnehmern – wir würden uns über weitere Kursangebote freuen !
Von Gunter Voss

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