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Newsletter IGZ Baden-Württemberg 4.2009Liebe Mitglieder, liebe Freunde der IGZ Baden-Württemberg, wir übersenden Euch den neuen Rundbrief des Landesverbandes. Schwerpunkt ist diesmal die Vorberichterstattung zur Jahreshauptversammlung 2010. Sie findet am 27. Februar im Gasthaus „Krone“ in Ofterdingen statt. Auf der Tagesordnung stehen Neuwahlen des kompletten Landesvorstands. Wie bei den letzten Wahlen angekündigt, wird es diesmal größere Veränderung geben, da vier bisherige Vorstandsmitglieder ausscheiden werden. Weitere Einzelheiten zur Veranstaltung in Ofterdingen könnt ihr aus dem beigefügten Bericht entnehmen. Alle Mitglieder und Freunde der IGZ Baden-Württemberg sind schon jetzt recht herzlich eingeladen, bei der wegweisenden Jahreshauptversammlung teilzunehmen. Wir wünschen Euch ein fröhliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010 in Haus und Hof!!! Euer IGZ-Vorstand Baden-Württemberg Gerhard Schröder, Klemens Köberle, Wolfgang Dallinger, Julian Sartorius, Edzard Wilkens, Armin Horn & Siegfried Zwick Jahreshauptversammlung 2010 Zur Mitgliederversammlung am Samstag den 27. Februar 2010 lädt die IGZ Baden-Württemberg alle Mitglieder und Freunde ganz herzlich ein. Der wichtigste Punkt der Veranstaltung werden die Neuwahlen sein. Die langjährigen Vorstandsmitglieder Gerhard Schröder, Klemens Köberle, Edzard Wilkens und Armin Horn werden nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Bei der letzten Wahl 2008 hat der 1. Vorsitzende Gerhard Schröder schon angekündigt nur noch bis 2010 das Amt auszuführen. In den vergangenen zwei Jahren wurde deshalb auch im Landesvorstand auf eine geregelte Übergabe der Amtsgeschäfte hingearbeitet. Die bisherigen Vorstandsmitglieder schlagen deshalb den Anwesenden der Jahreshauptversammlung folgende Mannschaft zur Wahl vor: 1. Vorsitzender: Siegfried Zwick 2. Vorsitzender: Julian Sartorius Schatzmeister: Wolfgang Dallinger Schriftführerin: Gudrun Stingl 1. Beisitzer: Andreas Blume 2. Beisitzer: Werner Goller 3. Beisitzer: Guido Weltin Diese Mannschaft möchte um das Vertrauen aller Mitglieder werben und hofft auf eine rege Beteiligung bei der Versammlung in Ofterdingen sowie eine interessante Diskussion über die weitere Entwicklung der IGZ Baden-Württemberg. Gerne können auch aus der Versammlung weitere Vorschläge für die Vorstandsposten erfolgen. Eine Einladung mit der genauen Tagesordnung geht allen Mitgliedern per Mail bzw. Post rechtzeitig zu. Kurzvorstellung der Wahlvorschläge Siegfried Zwick, Jahrgang 1963, wohnhaft in Messkirch, von Beruf Mechanikermeister, war die vergangenen zwei Jahre 3. Beisitzer im Landesvorstand, Mitglied bei der IGZ seit dem 31.10.2007. Julian Sartorius, Jahrgang 1988, aus Winterbach, Landschaftsgärtner im dritten Ausbildungsjahr, war bisher Schriftführer bei der IGZ Baden-Württemberg, Mitglied bei der IGZ seit dem 14.09.2004. Wolfgang Dallinger, Jahrgang 1942, wohnhaft in Freiamt, Rentner, seit 2006 Schatzmeister im Landesvorstand, Mitglied bei der IGZ seit dem 3.05.1999. Gudrun Stingl, Jahrgang 1968, aus Emmingen-Liptingen von Beruf Dekanatssekretärin und Museumsmitarbeiterin, stellt sich zum ersten Mal zur Wahl in den IGZ Landesvorstand. Mitglied bei der IGZ seit dem 4.08.2009 Andreas Blume, Jahrgang 1962, wohnt in Biederbach, Diplom- Agrar-Ingenieur, auch er kandidiert zum ersten Mal für einen Vorstandsposten, Mitglied seit dem 24.04.2008. Werner Goller, Jahrgang 1959, aus Pliezhausen, Beamter bei der Reiterstaffel der Polizei Stuttgart, stellt sich zum ersten Mal zur Wahl in den IGZ Landesvorstand. Er ist Sprecher des IGZ Arbeitskreis Pflügen, Mitglied seit dem 1.07.1998. Guido Weltin, Jahrgang 1937, lebt in Singen-Überlingen, Biolandwirt mit Pferdearbeit, auch er kandidiert zum ersten Mal für einen Vorstandsposten. Mitglied bei der IGZ seit dem 6.11.1992. Wurde 2008 Ehrenmitglied der IGZ Baden-Württemberg. Würdigung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder Bei der nächstjährigen Jahreshauptversammlung werden die bisherigen Vorstandsmitglieder Gerhard Schröder, Klemens Köberle, Edzard Wilkens und Armin Horn nicht mehr für ein Amt kandieren. Zusammen haben die Vier 29 Jahre Vorstandstätigkeit auf dem Buckel. Armin Horn aus Sauldorf-Wasser wurde im November 2007 Mitglied und war in den letzten beiden Jahren 2. Beisitzer der IGZ Baden-Württemberg. Der Richter am Verwaltungsgericht in Sigmaringen hat in dieser Zeit vielfältige Aufgaben übernommen und neue Ideen in den Vorstand eingebracht. Der bekennende Badner verzichtet aus privaten und vor allem zeitlichen Gründen auf eine weitere Kandidatur. Im Februar 2000 wurde Klemens Köberle aus Mühlacker Mitglied bei der IGZ. Auf der Mitgliederversammlung 2002 in Tübingen-Bühl wählten die anwesenden Mitglieder ihn zum Schriftführer. Im darauf folgenden Jahr rückte Klemens auf den Posten des 2. Landesvorsitzenden. Der geschäftsführende Vorstand von Araneus – Verein für Umweltbildung und Naturerfahrung in Mühlacker und engagierter Kommunalpolitiker setzte sich in seiner Zeit als Vorstandsmitglied für breite Ausrichtung der Arbeitsthemen der IGZ Baden-Württemberg ein. Klemens Köberle wurde bei der IGZ Bundesmitgliederversammlung 2009 in Dillenburg als Landesvertreter Baden-Württemberg in den Bundesvorstand gewählt. Um eine zeitliche Entlastung für ihn zu erreichen, verzichtet er auf eine weitere Kandidatur im Landesverband. Der selbstständige Ofenbaumeister und Biolandwirt Edzard Wilkens trat im Januar 1998 der IGZ bei. Zwei Jahre später wurde er als 3. Beisitzer in den Landesvorstand gewählt. 2003 rückte er auf den Posten des 2. Beisitzers, seit 2006 ist der Familienvater und Ortschaftsrat von Eppingen-Elsenz als 1. Beisitzer in unserem Vorstand aktiv. Edzard Wilkens hat vor allem in diesen neun Jahren seine praktischen Erfahrungen als Biolandwirt mit Pferdearbeit in den Landesvorstand eingebracht. Aufgrund der beruflichen Doppelbelastung als Handwerksmeister und Biolandwirt möchte er nicht mehr kandidieren. Gerhard Schröder aus Offenburg wurde im Oktober 1998 Mitglied der IGZ. Bei der Mitgliederversammlung 2000 in Bodelshausen wählten die anwesenden Mitglieder ihn zum 3. Beisitzer. Im darauf folgenden Jahr wurde er 2. Vorsitzender der IGZ Baden-Württemberg. Auf der Mitgliederversammlung 2004 in Tübingen-Bühl wählten die Mitglieder ihn zum neuen Landesvorsitzenden. Der selbstständige Landschaftsgärtner stellte in seiner Amtszeit u.a. Kontakte und Verbindungen zu anderen Verbänden und Organisationen mit gleichen bzw. ähnlichen Zielen her. In der Feier zum zehnjährigen Jubiläum der IGZ Baden-Württemberg 2008 in Marbach sieht er einen Höhepunkt seiner Vorstandsarbeit. Aufgrund seiner beruflichen und kommunalpolitischen Tätigkeit, sowie um auch mehr Zeit für seine Familie und Schwarzwälder Pferde zu haben und dem Motto: „es ist besser, den Abschied zu nehmen, wenn viele Menschen noch sagen: "Schade!"” verzichtet der bisherige Landesvorsitzende auf eine weitere Kandidatur. Er würde gerne bei Interesse weiterer Mitglieder bei der nächsten Jahreshauptversammlung einen Arbeitskreis Zucht ins Leben rufen. IGZ-Infostände in Pliezhausen, Berwangen und St. Märgen An den beiden Fuhrmannstagen in Berwangen am 13. September und in Pliezhausen am 11.Oktober hatte der IGZ LV Baden-Württemberg je einen Info-Stand aufgebaut, wobei wir in Pliezhausen zum ersten Mal mit einem Stand vertreten waren. Bei der Verbandspferdeschau in St. Märgen unterstützten am 25.Oktober Mitglieder des Landesverbandes den STARKE-PFERDE-Verlag mit Erhard Schroll, der dort mit einem Verkaufs- und Informationsstand vertreten war. Im Mittelpunkt stand der Austausch von Erfahrungen zwischen den Mitgliedern und denen, die es werden wollen. Nachdem auf der PferdeStark in Detmold das Skript des Bundesamtes für Naturschutz über den Einsatz von Arbeitspferden im Naturschutz veröffentlicht worden war, standen auf dem Fuhrmannstag in Pliezhausen und in St. Märgen auch häufig Fragen über den Einsatz von Kaltblutpferden im Vordergrund. Häufig wurden Fragen, wie z. B. dem Einsatz und Bezug moderner Pferdezugtechnik, Möglichkeiten des Besuchs von Kursen zum Holzrücken, etc. gestellt. Die Verantwortlichen Siegfried Zwick, Edzard Wilkens, Annette und Karl-Heinz Rüttnauer, sowie Matthias und Wolfgang Dallinger waren angenehm überrascht, wie stark das Interesse der Mitglieder und der Noch-Nicht-Mitglieder an Informationen aus der IGZ waren. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben. Erstes Treffen zum Arbeitskreis „Fahren“ bei Uwe Link in Neufra-Freudenweiler Mehrere interessierte Mitglieder trafen sich beim Pferdefuhrbetrieb Link in Neufra-Freudenweiler, der an diesem Tag auch „offene Stalltür“ hatte. Uwe Link erklärte, wie es zu dem Angebot seinerseits kam, für die IGZ Beiträge zum Thema „Fahren“ zu erbringen, was in einen „Arbeitskreis Fahren“ münden könnte. Für ihn stehe das Wohl des Pferdes im Vordergrund und er sehe, dass viele Missstände und Probleme beim Fahren und im Umgang mit Pferden leicht behoben werden könnten, wenn der Ursache auf den Grund gegangen würde. Viele wüssten nicht um einfache Dinge, selbst Fachleute wie Tierärzte und Hufschmiede nicht, wie bspw. die Bedeutung gesunder Zähne. Er wolle daher seine vielfältigen Erfahrungen und sein Wissen der IGZ zur Verfügung stellen. Armin Horn, Mitglied im Landesvorstand, wies darauf hin, dass auch aus seiner Sicht durchaus Bedarf für neue Ideen und neues Engagement bestehe und dankte Uwe Link für seine Bereitschaft, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass zunächst neben der Sammlung von Ideen auch wichtig sei, zu überlegen, wie diese ggf. im Rahmen der IGZ eingebettet und umgesetzt werden könnten. Möglicherweise könnte man auch an die Durchführung von Schnupperkursen im Fahren bei Uwe Link denken wie etwa in Bezug auf die anderen Kurse bei Christel Erz und bei Guido Weltin. Die anderen Anwesenden stimmten diese Punkte teils zu, teils wurde geäußert, dass all dies schon versucht worden sei, ohne dass es Erfolge gebracht hätte. Nach langer Diskussion verblieb man dabei, dass das Ganze bei der nächsten Vorstandssitzung besprochen werden soll und dass Uwe Link über das weitere Vorgehen informiert wird. IGZ-Schnupperkurs „Arbeiten mit Pferden in der Land- und Forstwirtschaft“ am 09. und 10. Oktober 2009 in Überlingen am Ried "Größer, schneller, weiter." Biolandwirt Weltin bedauert zutiefst die Tendenzen in der Landwirtschaft und Agrarpolitik: Traktoren mit 135, 145, 155... PS sind keine Seltenheit. Viele Landwirte sehen sich gezwungen, mit leistungsstarken Maschinen ihre "Schlagkraft" zu erhöhen, um am Markt bestehen zu können. Schlagkraft haben Wilma, Maralena und Wendy auch. Aber eine Schlagkraft der anderen Art. Die drei Schwarzwälder Kaltblut-Stuten ziehen mit grossem Elan den Vorderwagen mit Doppelmessermähwerk durch das Naturschutzgebiet Radolfzeller Aachried. Sie benötigen keinen Diesel, sondern Heu, Gras, gerne eine Extraportion Kraftfutter und vor allem die sichere Hand des Fuhr- und Pferdemanns Guido Weltin. Sechs Frauen und sechs Männer waren angereist - sogar aus dem Elsass und Thüringen um sich während zwei Tagen auf dem Pferdehof Weltin - nahe Radolfzell am Bodensee - in den Pferdeeinsatz in der Land- und Forstwirtschaft einführen zu lassen. Hobby- oder angehende Haupterwerbslandwirte waren darunter oder ganz einfach "Pferdemenschen". Bekanntermaßen zeichnen sich die Kaltblutpferde durch ihre relativ gelassene Wesensart aus - zum Glück der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denn auch Mirco, Doro und Wicky - allesamt Schwarzwälder Kaltblüter - haben keinen, aber wirklich gar keinen Anfängerfehler krumm genommen: Da will es gelernt sein, lange Führleinen richtig in die Hand zu nehmen, die angemessene Verbindung zum Pferdemaul zu halten, "Wüst" zu sagen für links herum und "Hot" für rechts herum. Von dem korrekten Anspannen ganz abgesehen. Die Erfolgserlebnisse stellten sich trotzdem - vor allem dank der gut ausgebildeten Pferde - sehr schnell ein. Nach dem Fahren vom Boden aus durch einen Parcours waren alle Teilnehmenden in der Lage Rundballen auf einem eigens dafür entwickelten Gerät mit Mirco als Zugpferd abzutransportieren. Sogar das zweispännige Fahren mit angehängter Egge machte keine allzu großen Probleme, so dass am Samstag bereits das Saatbett auf einer Ackerfläche bereitet werden konnte. Die Familie Weltin bewirtschaftet 23 ha Ackerfläche und cirka 24 ha Wiesen und Weiden nach den Richtlinien des Bioland-Anbauverbandes. Bei allem Idealismus, Engagement und Liebe zu den Pferden können die Weltins die Pferdestärke nicht bei allen anfallenden Arbeiten zum Einsatz bringen. Ganz besonders gern gesehen wird sie aber von der Naturschutzbehörde, in deren Namen die Weltins rund 35 ha geschützte Streuwiesen pflegen. Denn hier ist das „kleiner, langsamer und leichter“ die willkommene Devise. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich mit schönen Eindrücken nach Hause und der eine oder die andere mit dem Vorsatz, das Erlernte zuhause umzusetzen. Nicole-Simone Dahms Holzrücke-Kurs der IGZ Baden-Württemberg bei Christel Erz /Machtolsheim 1.Tag 16. Oktober 2009 Das Wetter war zu Beginn schon mal bescheiden, aber das Motto für diesen Lehrgang und oberstes Gebot: „ES GIBT KEIN SCHLECHTES WETTER, NUR SCHLECHTE KLEIDUNG“ Treffpunkt war 10 Uhr in Laichingen-Machtolsheim. So ziemlich alle Teilnehmer trafen pünktlich ein, der Eine oder Andere hatte noch mit dem Freitag-Stau-Syndrom zu kämpfen, aber schließlich und endlich konnten wir sie begrüßen. Zuerst war natürlich der organisatorische Teil an der Reihe: - Vorstellung der IG Zugpferde durch den Landesvorsitzenden Gerhard Schröder - Vorstellung der 9 Teilnehmer und ihre Erwartungen an den Kurs - Vorstellung der drei Referenten Claudia Hassler, Holger Kessemeier und Christel Erz - Vorstellung des Fuhrunternehmen ROSSNATOUR und schon kommt man von Pontius zu Pilatus! Was sehr interessant war, es waren drei Teilnehmer dabei die keinerlei Erfahrung mit Pferden hatten, sich jedoch mit der Materie Pferd und Arbeit gerne näher befassen wollten. Nach der Grundtheorie bei Kaffee und Butterbrezeln, gingen wir zum praktischen Teil über. Geschirrkunde (nicht Tassen, Teller, etc.) sondern Arbeitsgeschirre für Pferde und wie anlegen der Selben. Christels geduldiger Schwarzwälder Domino ließ die Prozedur brav über sich ergehen, Kumt auf und ab, Brustblatt auf und ab! (Achtung Ohren anlegen und Augen zu) Geduldig, wie ihre Pferde, ließ auch Christel alle Fragen über sich ergehen und beantwortete sie „Fachfrauisch“. Durch ein kurzes Vesper zum Mittagessen ließen wir unseren Wissensdurst nicht unterbrechen. Rege Diskussionen in allen Ecken. Mit zwei Pferden in zwei Gruppen wurde nachmittags das „Lenken“ geübt. Vorab danke an das ROSSNATOUR-TEAM, Ausbilder und Pferde, ihr seid sehr geduldig! „Hott“ für rechts, „Hüsch“ für links und „Halt“ halt - für Halt. OK alles klar! Wie war das mit rechts und links, mit Hott und Hüsch, ab und zu mal Halt! Um die Richtung zu sortieren. Aber! Wir geben nicht auf, bei der zweiten Runde ging dann schon der Slalom um die Bäume, oder die Umrundung des Komposthaufen. Soweit so gut, für diesen Tag gab es jedoch noch eine Steigerung. Ab in den Wald mit dem Super-Verlasspferd Rispe. (die haut nix um, ehrlich!) Jetzt eine Demonstration von Christel mit Rispe wie das so geht mit den Baumstämmen und dem Unterholz. Sagenhaft - das Pferd schiebt den Stamm unter einem anderen durch. Dabei war der Stamm direkt neben dem Pferd und darüber gestiegen ist Rispe auch noch. Wir waren total begeistert. (In einem Comic würden einem die Augen ausfallen!) So pflügten wir noch durch den Übungsparcours und sammelten die ersten Eindrücke. Beim abschließenden Resümee an diesem Tag waren alle gespannt auf morgen. 2. Tag 17.10.2009 Das Motto mit der Bekleidung hatte immer noch oberste Priorität! 8.30 Uhr Beginn, heute sind wir gleich in die Praxis eingestiegen. Kurze Erklärung der wichtigsten Hilfsmittel wie Sappie, Rückezange, etc. Danach ging’s los, vier Pferde in den Laster, das Equipment (Geschirre etc.p.p.) dazu, alle Teilnehmer verteilen auf die Autos, genügend Klamotten, was zu trinken, Helme, los ab in den Wald! (Taucherbrille und Schnorchel hätten wir auch fast gebraucht, nur mit Flossen wären die Ausbilder bestimmt nicht einig gewesen, die haben keine Stahlkappen.) Angekommen an unserem Einsatzgebiet begrüßte uns noch kurz der zuständige Förster. Er gab eine Erläuterung warum er das Holzrücken mit Pferd befürwortet. Es ist oft nicht einfach diese sinnvolle Einstellung gegenüber den Bürokraten zu vertreten. Wohlauf -wohlahn, Pferde abladen, einschirren und ab in den Wald. Eingeteilt in drei Gruppen zu je drei Teilnehmern, ein Ausbilder, ein Pferd stürzten wir uns auf die Bäume. Mutige vor! Da waren sie wieder meine drei Probleme; „Hüsch“, „Hott“ und „Halt“, dazwischen noch - Pferd - Ich - Baumstamm. Zum Glück sind die Pferde solche Gedulds-Engel. Manchmal möchte man doch die Gedanken eines Pferdes lesen können. Allen anfänglichen Schwierigkeiten zum Trotz, es klappte! Wir zogen Stamm um Stamm zu den Rückegassen. Allen Teilnehmern macht die Arbeit mit den Pferden riesig Spaß, das miese Wetter störte niemanden, es wurde gerückt was das Zeug hielt. Da hatten wir unser Mittagessen LKW (für Nicht-Schwaben; Leber Käs Wecken) in der kuschelig eingeheizten Schutzhütte redlich verdient. Auch die Pferde ließen sich ihr Heu auf dem LKW (hier Last-Kraft-Wagen) schmecken. Eine Stunde Pause, die mit angeregten Diskussionen ausgefüllt war, verging wie im Flug. Nachmittag zweiter Teil der Praxis, Holzrücken mit 2 PS oder wahlweise 1 PS. Mit 2 PS geht es ja noch flotter, super wie die Pferde von Christel abgestimmt sind, die Stämme flutschten nur so durch den Wald. (oder lag es am Regen?) Ein sehr ausgefüllter, hoch interessanter Tag im Wald ging dem Ende zu, sogar die Sonne zeigte sich kurz , aber nur zu unserem Gruppenfoto, extra für den IGZ-Newsletter des Landesverband Baden-Württemberg. Zurück bei Christel versorgten wir die Pferde und trafen uns im warmen Stüble zu Kaffee und Hefezopf um noch einmal alles Revue passieren zu lassen. Ich denke ich spreche für alle Teilnehmer aus unserem Kurs, ohne zu dick auf zu tragen: - Spaß hatten wir - gelernt haben wir viel - kommen würden wir gerne wieder Danke an Christel, an ihre beiden Ausbilder, Holger und Claudia, ein dickes Lob an ihre super ausgebildeten Pferde! Schee war’s !!!! Karin Kopp 4. Holzrücketag in der March am 9. Januar 2010 Am Samstag, den 05.Dezember wurden alle Bäume, die rausgerückt werden sollen, gefällt. Allerdings konnten wir uns nicht nur auf unsere Arbeit konzentrieren, da wir noch angemeldete Begleitung hatten: Olaf Herzog, ein Hobby-Fotograf aus Waldkirch und Bernd Schwarte aus Titisee-Neustadt, der bei mir das Holzrücken lernen möchte. Olaf hat fantastische Fotos von Votan geschossen und war selbst auch ganz begeistert von Votan's Ausdruck (siehe Fotos auf www.jürgen-duddek.de). Einige der Holzrücketag-Teilnehmer in der March 2009 Da das Waldstück an einem gut frequentierten Radweg/Feldweg liegt, wird man des öfteren auch in Gespräche verwickelt. Zur Zeit telefoniere ich mich Abends durch das badische und elsäßische Ländle, um die einzelnen Fuhrleute einzuladen. Sieben Pferde sind bis jetzt angemeldet - vom Pony bis zum Shire - und natürlich auch meine Lieblingspferde, die Ardenner! Momentan schaut die ganze Welt auf Kopenhagen, wo der Klimaschutzgipfel stattfindet. Die ganzen Teilnehmer fliegen zu diesem Kongress und verschleudern eine Unmenge Kerosin. Sogar Pfarrer im Radio weisen darauf hin, dass man mit der Natur sorgsam umzugehen hat. Daher ist es wichtig, dass jeder seinen Anteil zum Klimaschutz beiträgt und nicht den Profit über den Klimaschutz/Naturschutz stellt, damit auch die Generation nach uns noch was von der Natur hat. Unser Beitrag zum Klimaschutz ist das umweltschonende Holzrücken mit Pferden. Jeder, der sich dafür interessiert, sollte am 09.01.2010 vorbei kommen und sich informieren. Denn in einem Arbeitspferdeleben läßt sich zwischen 50 000 und 70 000 Liter Diesel einsparen! Jürgen Duddek Kursangebote für IGZ Mitglieder durch Uwe Link, Trainer A, Neufra-Freudenweiler 1. Angebot für Kinder: Kinder-Schnuppertag für Fahrbegeisterte: erster Tag kostenlos, zweiter Tag 50 ¤. Gruppengröße 4 Kinder. 2. Angebot für Erwachsene Schnuppertag: Ausbildung von Fahrpferden (nur unter der Woche). Ein- und Zweispännig. Gruppengröße 2 Personen. Kostenlos. 3. Angebot für Kinder Schnuppertag: Vierspänner mit Ponys. Gruppengröße 2-3 Kinder 4. Angebot für Erwachsene Schnuppertag: Vierspänner mit Warmblütern oder Schwarzwäldern. Ganzjährig ein oder zweitägig. Kosten pro Person 50 ¤ 5. Angebot für Erwachsene Fahren von Sechs- oder Achtspänner. Kosten pro. Person 50 ¤. Gruppengröße 2 Personen. 6. Angebot Holzrücken für Kinder und Erwachsene Schnuppertag ab 10 Jahren. Gruppengröße 2-3 Personen. (nur Wochentags von Herbst bis Frühling). Alle eintägigen Schnuppertage sind kostenlos. Für jeden weiteren Tag erlauben wir uns 50¤ pro. Person am Tag zu berechnen. Für Eselfreunde werden im Sommer 2 Eselgespanne eingefahren. Uwe Link Fahrlehrer Trainer A Pferdefuhrbetrieb Uwe Link, Ebinger Straße 20,72419 Neufra-Freudenweiler Tel./Fax: 07574-2500, Email: LinkUwe@t-online.de, www.pferdefuhrbetrieb-link.de Rückmeldung einer Teilnehmerin: Als ich in der IGZ-Newsletter von dem Angebot von Uwe Link „Schnuppertag: Fahrpferde ausbilden“ gelesen habe, schrieb ich ihm eine Mail, vorauf er prompt antwortete und ich mir einen Tag zum Schnuppern aussuchen durfte. Morgens um 9 Uhr gings los, er holte mich mit 2 Fahrschülern und ihrem Ausbildungspferd an der Kutsche bei seinem Hof ab. Zuerst konnte ich miterleben, wie er den beiden jungen Fahrschülern den richtigen Umgang mit der Kutsche und dem Pferd auf einer sehr befahrenen Straße ( vor allem LKWs ) übermittelte, worauf ich sehr erstaunt war, wie ruhig und gelassen das doch erst seit wenigen Tagen eingefahrene temperamentvolle Springpferd an der Kutsche lief. Danach wechselten wir noch einige Male die Kutschen und natürlich auch die Ausbildungspferde, wobei jedes der erst kürzlich eingefahrenen Pferde auf jeden noch so kleinsten Wink hin sofort reagierte, sodass es den Anschein hatte, Uwe Link denkt und die Pferde führen aus. Das Highlight war mitzuerleben, wie er einen unbändigen Hengst mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit an die Kutsche schirrte und 2-spännig fuhr, dass ich nur sagen kann: Alle Achtung! Nach kurzer Zeit lief er als hätte er erkannt, dass es besser ist mit Link zu arbeiten als gegen ihn. Natürlich durfte ich auch selbst Hand anlegen, wobei mir bewusst wurde, wie leicht es sein kann, ein Pferd an der Kutsche zu lenken - mit wie wenig Einwirkung man auskommt, -vorausgesetzt die Ausbildung und das Einfühlungsvermögen stimmt. Alles in Allem war es ein sehr lehrreicher und ereignisreicher Tag. Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Angebot zu nützen. Ich bedanke mich nochmals bei Uwe Link, dass ich ihm über die Schulter schauen durfte und hab doch enorm viel Eindrücke und Denkanstöße mit nach Hause genommen, die es nun gilt, umzusetzen. Gudrun Stingl Starke Pferde-Ausgaben aus dem Archiv des IGZ LV Baden-Württemberg Wenn eure Starke Pferde-Sammlung unvollständig ist, können wir weiterhelfen! In unserem Archiv sind fast noch alle Ausgaben der Starke Pferde vorhanden, also auch einige Raritäten, die beim Starke Pferde-Verlag bereits vergriffen sind. Folgende Hefte sind bei uns käuflich zu erwerben: Nr. 21 – 23 je 5 ¤, Nr. 24, 26 – 30, 32 – 41, 43 - 44 je 6 ¤, ab Nr. 45 je 7 ¤. Die Portokosten müsst ihr aber auch noch berücksichtigen! Gerne bieten wir euch auch Rabattangebote bei größeren Bestellungen an, sprecht uns einfach an. Zum Teil sind nur noch wenige Exemplare vorrätig, am Besten schnell anrufen oder per Fax oder per Mail bestellen. Termine 2010 9. Januar 2010 4. Holzrücketag in der March Ab 10.30 Uhr findet im Südbadischen March beim ehemaligen Badesee im Buchheimer Wald ein Holzrücketag statt. Infos bei Jürgen Duddek, 0171 4390069 oder 07641 9599123 ab 18 Uhr, www.juergen-duddek.de 6. Februar 2010 Lehrgang „Ausbildung junger Kaltblutpferde“ in St. Märgen, Manfred Weber, Kompetenzzentrum Pferdezucht und Pferdehaltung Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 27. Februar 2010 Jahreshauptversammlung IGZ Baden-Württemberg, 19.30 Uhr im Gasthaus „Krone“, Ofterdingen, Tel. 07473-6391, Infos bei Gerhard Schröder, Tel. 0781-91906858 bzw. 01711562414, Gerh.Schroeder@t-online.de 12. März 2010 Lehrgang „Ausbildung junger Kaltblutpferde“ in Pfullendorf-Brunnhausen, Manfred Weber, Kompetenzzentrum Pferdezucht und Pferdehaltung Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 20. März 2010 Schwarzwälder Züchtertag in St.Märgen, Infos bei Helmut Faller, Tel. 07669-689, Helmut-Faller@web.de 26.-28. März 2010 Grundkurs Umgang mit dem Arbeitspferd bei ROSSNATOUR in Laichingen-Machtolsheim, Infos bei Christel Erz, Tel. 07333-9539518 bzw. www.rossnatour.de 28. März 2010 IGZ-Bundesmitgliederversammlung in Sailauf im Vorspessart 9. – 11. April 2010 Forst live in Offenburg, 10. Internationale Demoschau für Forsttechnik, Holzenergie und Biomasse mit Pferde-Holzrücken im Schauprogramm und IGZ-Info-Stand, Infos www.forst-live.de 23. April 2010 Lehrgang „Ausbildung junger Kaltblutpferde“ in Merklingen, Manfred Weber, Kompetenzzentrum Pferdezucht und Pferdehaltung Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 1. Mai 2010 4. Dettenroder Feldtag auf dem Hof der Familie Thomer bei Ellwangen, Infos bei Josef Thomer Tel. 07965-2530 oder www.kaltblutfreunde-dettenroden.de 21. - 25. Juli 2010 Eurocheval in Offenburg mit IGZ-Messestand, Infos www.eurocheval.de 13. August 2010 Schwarzwälder Fohlenschau in St. Märgen, Infos bei Manfred Weber, Zuchtleiter Kaltblut Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 14. August 2010 Schwarzwälder Fohlenschau in Waldkirch-Kohlenbach, Infos bei Manfred Weber, Zuchtleiter Kaltblut Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 10. – 12. September 2010 Rossfest in St. Märgen, Infos bei Helmut Faller, Tel. 07669-689, Helmut-Faller@web.de 14. Oktober 2010 25. Kaltblutmarkt mit Verbandspferdeschau mit Staatsprämierung in Laupheim, Infos bei Hermann Schick, Tel. 07392-704257 bzw. bei Manfred Weber, Zuchtleiter Kaltblut Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 23. Oktober 2010 Kaltblut-Körung und Verkaufsschau Schwarzwälder Kaltblut St. Märgen, Infos bei Manfred Weber, Zuchtleiter Kaltblut Baden-Württemberg, Tel. 07385-9690222 |
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