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Die ersten Kurse nach der Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinie (APRI) der IGZ können starten


Einstelldatum: 01.03.2009

Am Wochenende des 31. Januar/1. Februar 2009 fand die Ausschusssitzung statt, die sich das ehrgeizige Ziel gesteckt hatte, die Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinie (APRI) der IGZ und die dazugehörende Geschäftsordnung nach zweijähriger Vorarbeit zum Abschluss zu bringen, damit die ersten APRI-Kurse nun dieses Jahr stattfinden können. Tatsächlich ist es gelungen!

Im schönen Marburg mit seiner sehenswerten Altstadt hatten sich die Mitglieder des IGZ-Ausbildungsauschusses (AbA) getroffen, um neben der APRI selbst auch die Besetzung des AbA abzuschließen, die Vorgehensweise für die Berufung von APRI-Ausbildern und -Prüfern sowie die Lizenzierung der APRI-Kurse festzulegen.

Mit der Benennung von vier weiteren Ausschussmitgliedern (Carmen Becker (Brandenburg); Andreas Nemitz (LV Bayern); Jutta Katz (LV Hessen) und Werner Goller (LV Baden-Württemberg)) hat der AbA mit 12 Mitgliedern seine angestrebte Mindest-Besetzung erreicht. Damit setzt sich der AbA nun wie folgt zusammen: Reinhard Scharnhölz und Jutta Jung (Schriftführerin) vertreten den Bundesvorstand im AbA, den Bereich Grundausbildung (bis-lang als Bereich „Kommunikation“ bezeichnet) vertreten Silke Hagmaier (Vorsitzende), Klaus Strüber und Carmen Becker, den Bereich Gewerbliches Fahren Uwe Schmidt (Stellver-treter), Cornelia Döring und Andreas Nemitz, den Forstbereich Alfred Dauber, Ralf Zauner und Jutta Katz sowie den Bereich Landwirtschaft Klaus Strüber, Ralf Zauner, Carmen Becker und Werner Goller.

Die beteiligten Fachbereiche hatten rechtzeitig zum Sitzungstermin intern ihre Kurse und Kursinhalte abgestimmt und damit die wesentliche Vorarbeit für die Grund- und fachliche Ausbildung geleistet. Und trotz der ausführlichen Vorarbeit haben die Köpfe am Wochenende wieder ordentlich geraucht. Allen, die hier und im Vorfeld tatkräftig mitgearbeitet haben, gilt nochmals ein großes Danke schön. Durch das Mammutprogramm der Ausschusssitzung lenkte die AbA-Vorsitzende Silke Hagmaier mit straffer Zügelführung und brachte die Sitzungsteilnehmer auch bei z. T. kontrovers geführter Diskussion am Ende zum mehrheitsfähigen Konsens in allen abzustimmenden Punkten.

Nach intensiver Diskussion bietet die vom Ausschuss verabschiedete APRI nunmehr eine tragfähige Grundlage für die Ausbildung von Menschen in der Arbeit mit Pferden. Nach der Grundausbildung von Pferd und Mensch können sich Interessierte im Bereich Gewerbliches Fahren zum Fuhrmann für Personen- und Gütertransport sowie für den kommunalen Pferdeeinsatz qualifizieren.
Im forstlichen Arbeitsfeld führt nach der Grundausbildung eine zweistufige Ausbildung zum Holzrücker mit Pferden (einspännig). Mit einem erweiterten Ausbildungsangebot wurde den unterschiedlichen Ausrichtungen im Bereich Landwirtschaft Rechnung getragen; jeweils drei Stufen sind für die Arbeit mit Pferden im Acker- und Gemüsebau sowie in der Grünlandpflege vorgesehen.

Ausbilder, die Kurse nach der IGZ-APRI abhalten möchten, müssen beim AbA eine Anerkennung als APRI-Ausbilder beantragen. Ausrichter von APRI-Kursen benötigen für diese Kurse neben einem anerkannten APRI-Ausbilder eine Lizenz des AbA. Die hierzu nötigen Informationen können in Kürze auf der Website der IGZ abgerufen werden unter www.ig-zugpferde.de/inhalt/arbeitskreise/ausbildung.
APRI-Kurse werden in Zukunft im IGZ-Info der Starke Pferde sowie auf der IGZ-Website angekündigt und veröffentlicht.

Bleibt nur zu wünschen, dass die APRI nun auch mit Fleisch gefüllt wird im Sinne von vielen APRI-Kursen, die diesem Gerüst eine wohlgefällige Form verleihen.

Dr. Jutta Jung, 01.03.2009