 |
 |
| |
Arbeitskreise: |
 |
Forstwirtschaft |Landwirtschaft |Zucht |Pflügen |Fahren |Rinderanspannung |Sanfter Tourismus |Jugend |
|
 |
| |

Home
Über uns
Organisation
Ausbildung
Ammenhilfsdienst
Zugpferdebörse
Partnerverbände
Kontakte / Links
Impressum
|
|

APRI im Ökodorf
|
|
Einstelldatum: 03.12.2008
|
Aus dem AK Ausbildung wurde anlässlich des Treffens am 20. Juli - Gründungstreffen - in Bad Homburg der Ausbildungsausschuss (Aba) gebildet.
Zur ersten regulären Sitzung des Ausbildungsausschusses hatte dessen Vorsitzende Silke Hagmaier die Mitglieder zum Wochenende 24./25 Oktober 2008 in das Ökodorf Sieben Linden eingeladen. Zur Orientierung: Sieben Linden, zur Gemeinde Poppau gehörend, liegt in Sachsen-Anhalt, genauer: im Dreieck der Orte Klötze, Apenburg und Beetzendorf.
Wenn auch bedauerlich ist, dass nur wenige Mitglieder an der Sitzung teilnahmen, der Qualität der Ergebnisse hat es m. E. nicht geschadet:
Silke Hagmaier, Jutta Jung, Elisabeth Gall, Cornelia Döring, Uwe Schmidt und Reinhard Scharnhölz erreichten in diskussionsfreudigen, konstruktiven Arbeitssitzungen vorzeigbare Resultate. Besonderes Lob gebührt Jutta Jung, die als Protokollführerin und Textgestalterin am PC den Löwenanteil der Arbeit erledigen musste.
Die gesamte APRI (Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinie der IGZ) wurde in zwei langen Sitzungen überarbeitet: Logische Unklarheiten im Aufbau der Kurse wurden beseitigt, sinnvolle Gliederungen eingeführt und sprachliche Ungenauigkeiten des Textes durch korrekte Wortwahl ersetzt. In der nunmehr vorliegenden Form ist die APRI quasi das Grundgesetz für diejenigen Kurse in den Bereichen Forst, Landwirtschaft, Gewerbliches Fahren und Kommunikation, die künftig die Bezeichnung IGZ-KURS tragen dürfen. Die Anforderungen sind hoch, jedoch notwendig, denn: IGZ-KURS soll und muss QUALITÄT bedeuten!
Begrenztes Zeitbudget der Teilnehmer war der limitierende Faktor dieser Arbeitssitzung. Die Problemkreise Lehrgangsausrichter bzw. -leiter, Prüfer, Lizenzgebühren u. ä. konnten nur an- jedoch nicht ausdiskutiert werden. Mithin bleibt genügend Stoff für die nächste Sitzung des Ausbildungsausschusses (Aba), die am letzten Januarwochenende 2009 mit hoffentlich stärkerer Beteiligung stattfinden wird. Die Aba-Mitglieder werden hierzu gesondert eingeladen.
Reisen, und sei es nur zu Arbeitssitzungen, bildet. So war es auch in Sieben Linden: Das Konzept der genossenschaftlich organisierten Dorfgemeinschaft besitzt zwei Schwerpunkte: Möglichst weitreichende Versorgungsautarkie durch ökologischen Land- und Gartenbau sowie effiziente Energieeinsparung und ökologisch verträgliche Abfallentsorgung und Abwasseraufbereitung. Insbesondere das Energiekonzept wird beim Hausbau durch die Kombination Strohballen und Lehm in Verbindung mit Holzständerwerk optimal umgesetzt. Architektonisch und ästhetisch hoch ansprechende Lösungen fanden unser allgemeines Interesse (Näheres dazu im Internet unter www.fasba.de)
Vor der zweiten Arbeitssitzung am Sonntagvormittag gab uns Silke Hagmaier einen eindrucksvollen Eindruck über ihr Projekt "Kommunikation mit Pferden". Das Pferd als (fast gleichwertiger) Partner des Menschen, den es als Chef respektieren und, sehr wesentlich, dem es in jeder Situation vertrauen kann. Silkes optische, taktile und verbale Äußerungen waren für die Pferde nachvollziehbar, einsichtig, soweit man bei Pferden von Einsicht sprechen kann. Eine klare Kommunikation, bei der sich das Pferd als respektiertes subdominantes Herdengenmitglied „begreift“ und weiß, wo sein Platz in der Hierarchie ist. Bei dieser Form der Kommunikation, deren Resultat ein abgeklärtes, jeder Situation gewachsenes Pferd ist, wird das Tier nicht vermenschlicht. Vielmehr wird angeborenes Verhalten verstärkt oder abgebaut (Desensibilisierung), was beiden - Mensch und Pferd - zugute kommt.
Kompliment an Silke Hagmaier, die mit klarer Sprache (optisch, taktil und verbal) dem Pferd erklärt, was Sache ist, und wie man möglichst spannungsfrei mit dem seltsamen Zweibeiner Mensch agieren und leben kann. Besonders wohltuend empfand ich den äußerst sparsamen Einsatz von sog. Leckerli, mit denen viele Pferdeleute ihr pädagogisches Unvermögen zu kaschieren versuchen!
Schlussbemerkung: Ein arbeitsreiches Wochenende, das den Aba-Mitgliedern wertvolle Eindrücke und Erkenntnisse bescherte.
Reinhard Scharnhölz, Kerpen
| drucken | zurück |
|
|
|
|
|