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IGZ-Beteiligung an der Klimakonferenz der GRÜNEN von Dr. Jutta Jung
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Einstelldatum: 04.01.2008
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"Global denken - radikal handeln! Klimaschutz jetzt!" lautete das Motto der GRÜNEN Klima-Konferenz am 13. Oktober 2007 im Wissenschaftszentrum in Bonn, auf der die IGZ mit einem Infostand vertreten war.
Nachdem die IGZ anläßlich der PferdeStark in Detmold den ersten Schritt in die politische Öffentlichkeit gemacht hat, um den Arbeitspferdeeinsatz und seine ökologischen Vorteile in das Blickfeld politischer Entscheidungsträger zu rücken, schien es für die IGZ Sinn zu machen, der Anregung von Elmar Stertenbrink (2. Vorsitzender des IGZ Landesverbandes NRW) zu folgen und den Pferdeeinsatz bei dieser Konferenz klimapolitisch zu platzieren.
Auf dem Programm standen Diskussionsrunden zu den Themen "Auf dem Weg zur klimaneutralen Energieversorgung" (mit Dr. Johannes Lambertz (Vorstand RWE Power), Frank Asbeck (Vorstand SolarWorld) und Reinhard Bütikofer als GRÜNER Bundesvorsitzender) und "Powern für's Klima - aber wie?" (mit Ulrike Herrmann (taz), Sven Giegold (Attac) und Bärbel Höhn als GRÜNER Bundestagsabgeordnete). Weiter gab es Arbeitsgruppen, bei denen "Erfolgreiche Klimaprojekte vor Ort", "Klimaverträglich mobil" und "Energiekonzepte für morgen" erarbeitet werden sollten. Gleichzeitig sollte die Klima-Konferenz auch als Best-Practice-Börse dienen, bei der kommunale Klima-Projekte präsentiert wurden.
Das Angebot, bei dem alle von allen gute Aktionen, Initiativen und Ideen "abgucken" können, hat die IGZ mit ihrem Infostand erweitert, den Peter Herold mit Erhard Schrolls Unterstützung noch kurz vor der Konferenz möglich gemacht hatte, und den er gemeinsam mit Dr. Reinhard Scharnhölz, Elmar Stertenbrink und der Verfasserin vor Ort betreute.
Der IGZ-Infostand rückte den Beitrag des weltweiten Zugtiereinsatzes zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz in den Blick der 200 Tagungsteilnehmer; denn was es bedeutet, wenn tatsächlich die 500 Millionen Zugtiere weltweit auf Schlepper umgestellt würden, kann sich jeder unschwer vorstellen. Und das Heil im Anbau von "Biokraftstoffen" zu suchen, birgt noch weiterreichende Probleme, da vereinfacht gesagt diese Biokraftstoffe mit Nahrungsmitteln um Land, Wasser und andere Ressourcen konkurrieren werden bzw. dies bereits heute tun.
Leider stellte sich schnell heraus, dass für eine öffentliche Diskussion des Zugpferdeeinsatzes im Rahmen dieser Veranstaltung kein Raum sein würde, da die Diskussionsforen und selbst die Arbeitsgruppe "Energiekonzepte für morgen" überwiegend auf Fragen der Reduzierung von Kohlekraftwerken und des Einsatzes von Windkraft und Solarenenergie ausgerichtet waren. Unsere ambitionierten Fragestellungen - Was könnte/sollte ein Arbeitspferdeeinsatz für die politische Weichenstellung bedeuten, was könnten (Grüne) Politiker konkret tun, um hier einen Fortschritt auch für den Klimaschutz zu erreichen? Welche politischen Aktivitäten sind auf allen Ebenen (Deutschland, Europa, weltweit) nötig, um das Image der Zugtiere zu verbessern (Haltung, Anspannung, Geräte, Tierschutz; wirtschaftliche Stellung des Zugtiereinsatzes), was sind die daraus resultierenden Forderungen an die Agrar-, die Wirtschafts- und auch die Entwicklungshilfepolitik? - waren hier nicht anzubringen.
Dennoch war es in meinen Augen wichtig, dass die IGZ hier eine weitere Chance genutzt hat, Kontakt in die Politik zu knüpfen. Die von Reinhard Scharnhölz an Bärbel Höhn und Reinhard Bütikofer überreichten persönlichen Infobriefe inklusive der STARKE PFERDE mögen dort ebenso das Interesse an den Zielen der IGZ wecken und die Augen für die Möglichkeiten öffnen wie bei den Teilnehmern, die die Möglichkeit zum Gespräch mit den IGZ-Vertretern genutzt haben. Auch vor dem Hintergrund, dass selbst bei "Grünen" die meisten Stadtmenschen sind, die mit Tieren nicht das Geringste anfangen können, war es wichtig, dass die IGZ präsent war, um Kontakte zu suchen und das Thema Arbeitspferde aufs Tapet zu bringen.
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